Zwei Geburtstage, sechs Torten

Im Grunde war ja klar, dass ich nicht von einem Tag auf den anderen gesund werden würde. Man stellt sich das immer so schön vor… Fakt ist, dass ich nach wie vor täglich Infusionen gegen meine Gelenksschmerzen bekomme, und da nun auch noch unsere Familienhelferin krank geworden ist, sah ich mich gestern plötzlich in der Situation, alle meine sechs Kinder mit zum Arzt nehmen zu müssen – das war der lustigste Arztbesuch seit langem! Die Kinder bekamen Pflaster und Spritzen zum Spielen, und als der Arzt die Infusion setzte, schauten sie alle ganz genau zu. Ihr Blick wanderte zwischen mir der Nadel und meinem Gesicht hin und her, als warteten sie darauf, dass ich jeden Moment eine schmerzverzehrte Grimasse ziehen würde. Stattdessen mussten sie aber feststellen, dass gar nichts Schlimmes passierte. Ich glaube, das war ganz wichtig für sie.

Die Frau des Arztes hat mir noch erzählt, dass sie die Spritzen immer benutzt, um Torten zu verzieren – tolle Idee! In den nächsten Tagen werde ich reichlich Gelegenheit haben sie auszuprobieren, denn morgen hat Jacqueline Geburtstag und in der nächsten Woche ihr leiblicher Bruder Dennis. Pro Kind muss ich je eine Torte für die Geburtstagsfeier, für die Schule und für den Geburtstagsbesuch der leiblichen Eltern backen. Macht sechs Torten.

Halloween
Das Foto stammt noch von unserem Halloween-Fest – ein toller Abend. Das Schönste war eigentlich, dass wir mal wieder mit dem ganzen Dorf etwas gemeinsam unternommen haben.

Basteltipp: Nikolausstiefel und Martins-Laternen
Jacqueline hat ihren großen Tag schon ganz genau durchgeplant. Es soll ein richtiges „Prinzessinnen-Fest“ werden, also werde ich die Besucherinnen erst einmal schminken. Anschließend machen sie verschiedene Spiele, die Jacqueline natürlich auch schon festgelegt hat, und dann wollen wir etwas basteln, das die Kinder mit nach Hause nehmen dürfen. Das hat schon Tradition: Bei Dennis letztem Geburtstag habe ich jedem Kind einen Fuß eingegipst. Vorsichtig haben wir den Gips abgenommen, rot angemalt und den oberen Rand mit weißer Watte beklebt. So hatte jeder Gast seinen ganz eigenen Nikolausstiefel. Dennis Schulfreunde sprechen heute noch darüber.

Mit Jacquelines Gästen werde ich wohl Martins-Laternen basteln. Wir nehmen als Boden den unteren Teil einer runden Käse-Schachtel und bauen die Laterne aus schwarzem Tonpapier, in das wir Muster schneiden, dahinter kleben wir buntes Transparentpapier. Zum Ende des Tages wird es noch einen Abschlussfilm geben, zu dem die Prinzessinnen auf ausdrücklichen Wunsch der Gastgeberin rosarotes Popcorn gereicht bekommen. (Das kriegt man ganz gut mit Lebensmittelfarbe hin.) Jacqueline ist schon furchtbar nervös, und fragt alle fünf Minuten, ob ich auch wirklich nichts vergessen habe. Jetzt hab ich sie erstmal vor die Tür geschickt.

Die Torten warten… Auf mindestens einer soll eine Hüpfmarie stehen.
Bis nächste Woche, Alexandra

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